Geschichte der Bäckerei und Konditorei Baumgärtel

 

Unser Handwerks - Unternehmen blickt auf eine über 100-jährige Familientradition zurück

"Die Wiege Baumgärtelscher Bäckermeister" stand im thüringischen Städtchen Gera, dort führte der Bruder meines Großvaters bis 1945 die Bäckerei und Konditorei Willi Baumgärtel", "Großvater Oskar war ein Wandersmann, der den Beruf des Bäckers in Gera gelernt hatte. Ihn zog es auf die "Walz" (Wanderschaft) ins Rheinland, ins Elsaß, nach Lothringen bis nach Frankreich.

Nach den Wirren des ersten Weltkrieges lernte Großvater im damaligen Zornsdorf (Neumark) seine spätere Frau - meine Großmutter - Marie, kennen.
Anfang der 20er Jahre pachteten sie ihre erste Bäckerei im kleinen Städtchen Fürstenfelde (Neumark), später in Finow und Oegnitz bis dann 1936 in Sachsendorf die alteingesessene Bäckerei Lochow gekauft wurde.(altersbedingter Stillstand) Marie und Oskar Baumgärtel und später mein Vater Rudolf, brachten die Firma wieder zum Blühen.

Vater Rudolf Baumgärtel musste nach seinem Einsatz an der Front im Zweiten Weltkrieg und anschließendem Lazarettaufenthalt in Wien kurz vor Ende des Krieges 1945 mit seiner Frau Dora - meiner Mutter - aus Sachsendorf flüchten.

Im Juni 1945 fanden sie von der Bäckerei im Oderbruch nur noch einen Trümmerhaufen vor. Es wurde enttrümmert, aufgebaut und auch wieder gebacken. Der Betrieb entwickelte sich.
 
 
Geschichte der Bäckerei und Konditorei Baumgärtel
Geschichte der Bäckerei und Konditorei Baumgärtel
Geschichte der Bäckerei und Konditorei Baumgärtel
 
 
Geschichte der Bäckerei und Konditorei Baumgärtel
Geschichte der Bäckerei und Konditorei Baumgärtel
Geschichte der Bäckerei und Konditorei Baumgärtel
 
 
Bis Mitte der 80erJahre hatte die Bäckerei Baumgärtel zehn Angestellte - das damals mögliche Limit für einen privaten Handwerksbetrieb, in der ehemaligen DDR "Sachsendorfer Brot' wurde zu einem Begriff weit über die Region hinaus. Rund zehn Tonnen Mehl wurde pro Woche verarbeitet.
Beliefert mit den frischen Waren wurden die Konsumkaufhalle in Seelow, sowie Verkaufstellen in Reitwein, Manschnow, Falkenhagen und Mahlisch, sowie das Armeeobjekt in Diedersdorf. Interessengemeinschaften der Post, der Milchwirtschaft und des Kraftverkehrs aus Frankfurt (Oder) holten wöchentlich große Posten an Backware direkt aus Sachsendorf.

Mein Einstieg in die Zunft der Bäcker und Konditoren begann Ende der 60er Jahre im elterlichen Betrieb ,1975 machte ich den Meisterabschluss in Berlin unter solchen Koryphäen wie Konditormeister Herden, Bäckermeister Klinnert und Bäckermeister Rau. Aus gesundheitlichen Gründen musste Vater Rudolf Baumgärtel im Juni 1990 sein Gewerbe abmelden. Auch mein Gesundheitszustand war damals sehr latent.

Doch die inzwischen 100jährige Tradition des Bäckereibetriebes sollte damit nicht zu Ende sein. Gemeinsam mit meiner Frau starteten wir wenige Monate später noch einmal durch. Die damals 18, 14 und 12 Jahre alten Kinder sagten Unterstützung zu. Am 3. September 1990 produzierte die Bäckerei-Konditorei Baumgärtel wieder. Ein kleines Bäckerauto, das über die Dörfer fuhr und dort Backwaren verkaufte, kam hinzu. Unsere drei Kinder Claas - Diana - und Beatrix sind gleichfalls in die Zukunft der Bäcker und Konditoren getreten, und sind heute engagierte Mitgestalter im Unternehmen.

"Nach dem Bäckerstammbetrieb in Sachsendorf kam 1991 die Filiale in Golzow dazu". 1994 wurde das Geschäft in Seelow eröffnet.

Mit Investitionen von insgesamt 3,5 Millionen Mark von 1990 bis 2000 modernisierten wir den Betrieb und statteten ihn mit neuer Technik aus. 1996 kam der Schritt nach Frankfurt. In den neu erbauten "Sieben Raben" direkt am Rathaus eröffneten wir ein neues Geschäft das zwei Jahre später mit dem "Café Diana" ergänzt wurde. Im Juni 2002 zogen wir nach längerer Umbauphase in den Südgiebel der "Sieben Raben" und eröffneten dort auf 300m² unsere Bäckerei-Konditorei Filiale und das "ERSTE" Frankfurter Kaffeehaus - unser Café Diana.

Weitere Filialen kamen 1998 in Letschin und im Mai 2000 in der Frankfurter August-Bebel-Straße 8, hinzu. 2007 in der Bergstrasse 185 (hier gab es einst die stadtbekannte Bäckerei Krösing - welche aus Altersgründen geschlossen wurde). 2007 eröffneten wir eine Verkaufstelle im Frankfurter Ortsteil Booßen, Berlinerstrasse 19. Leider mussten wir Ende 2008 unsere Filiale in der Sophienstrasse 42, aus Kostengründen aufgeben. Aber seit Juli 2009 ist dort wieder geöffnet, Knut Krüger führt dort seine "Brotkiste", mit Backwaren aus unserem Hause.

Heute stehen in unserem Handwerksbetrieb aus der altehrwürdigen Zunft der Bäcker und Konditoren, 60 Mitarbeiter, darunter fünf Lehrlinge, im wahrsten Sinne des Wortes in Lohn und Brot.

Wir sind heute gleichfalls ein zuverlässiger und geschätzter Partner für viele Hoteliers, Gastronomen, Lebensmittelhändler, Cateringunternehmen, Seniorenheimen und weiteren Großabnehmern.

Sohn Claas (Spezialist für Brot und Brötchen), Tochter Diana (Spezialistin für Feinbackwaren) und Tochter Beatrix (Spezialistin u.a. für Hochzeitstorten) alle gelernte Backer und Konditoren - sowie Schwiegertochter Ramona gleichfalls gelernte Konditorin und - Schwiegersohn Roberto Fuhrparkleiter, lassen die Familientradition der Baumgärtels weiter leben:
 
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